Tischlerlexikon
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Akkus richtig handhaben

Vor ca. 20 Jahren begann der Siegeszug der Akkumulatoren durch die Keller der Heim- bzw. Werkstatt der Handwerker. Heute findet man sie in fast allen gängigen Handmaschinen - ob sinnvoll sei mal dahingestellt. Sinn machen natürlich Akku-betriebene Geräte überall dort, wo der Netzanschluss weit bzw. gar nicht vorhanden, oder wo es schwer fällt, den Nachbarn um ein Tütchen Strom zu bitten.

Neue Akkus

Neue Akkus entfalten ihre volle Kraft bzw. erhalten ihre volle Kapazität erst nach dem sie 5 bis 10 mal geladen wurden. Man darf sich also nicht wundern, wenn der Neue weniger Schrauben schafft als der Alte.

Bei Nickel-Cadmium-Akkus besteht, wie die Bezeichnung vermuten lässt, eine Elektrode aus Nickel, die andere aus Cadmium. Als Elektrolyt wird Kalilauge verwendet.

Zwar gibt es für Hochstromanwendungen NiCd-Akkus in einer Bauform, wie sie bei Bleiakkus üblich ist (d.h. Platten, die in den Elektrolyten eintauchen), aber viel bekannter sind die Bauformen als Rundzelle, wie sie auch bei ganz normalen Batterien für die Unterhaltungselektronik und Beleuchtungstechnik üblich sind:

Typ    Bezeichnung    Circa-Maße
AAA Mikrozelle 44 mm lang, Durchmesser 10,5 mm
AA Mignonzelle 50 mm lang, Durchmesser 14 mm
C Babyzelle 50 mm lang, Durchmesser 25,5 mm
D Monozelle 60 mm lang, Durchmesser 33 mm
--- 9-V-Block 48 mm x 26 mm x 17 mm

Akkus Laden

Akkus zu laden ist keine Kunst. Das Ladegerät in die Steckdose und schon saugt er sich voll bis er satt ist. Dennoch sollte man einige Punkte beachten um den Akku nicht vorzeitig das Licht auszublasen. Lädt man sie zu kurz, dann sind sie nicht voll, lädt man zu lang, passiert genau das letztgenannte.

Das Problem bei Ni-Cd-Akku ist, das man nicht erkennen kann wie viel Saft raus ist. Im Gegensatz zu herkömmlichen Zink-Kohle-Batterien wird die Taschenlampe immer dunkler je leerer sie sind. Anders bei den Ni-Cd-Akkus, sie brechen erst kurz vor ultimo schlagartig zusammen.

Vollständig entleeren

Herkömmliche im Lieferumfang einiger Geräte enthaltenen Ladegeräte, die eine komplette Aufladung innerhalb von 4 bis 5 Stunden vornehmen sind regelrechte Akkukiller. Wer kein Computer-Ladegerät (Delta-U Abschaltung) besitzt, der sollte zumindest eine Zeitschaltuhr verwenden, um eine Überladung zu verhindern.

Der Akku sollte vorher leergebraucht werden um ihn anschließend gemäß der Bedienungsanleitung wieder aufzuladen. Leerbrauchen heißt, das Gerät solange eingeschaltet zu lassen, bis der Akku die Funktion versagt. Aber nicht länger, denn zu starkes Entladen (Tiefentladen), schadet dem Akku genau so.

Selbstentladung

Selbstentladung ist ein weiterer Begriff, der im Zusammenhang mit Akkus gebräuchlich ist. Darunter versteht man die unerwünschte Eigenschaft, dass ein Akkumulator im Laufe der Zeit an Ladung verliert. Bei Akkus verschwinden keine Elektronen in die Umgebung sondern stehen lediglich durch interne chemische Reaktionen nicht mehr für die Stromabgabe zur Verfügung.

Deshalb: Lagern Sie Akkus kühl und laden Sie sie nicht auf, bevor sie im Schrank verstaut werden. Es wäre verschwendete Energie, denn leer sind sie nachher sowieso wieder.

Memory-Effekt

Über den Memory-Effekt von NiCd-Akkus gibt es zahlreiche Berichte und auch die wildesten Mythen. Hierunter versteht man den Effekt, dass ein Akku, der vor der Ladung stets nur teilentladen wird, sich "merkt", dass seine ganze Kapazität nie wirklich benötigt wird und dies mit einem Kapazitätsrückgang quittiert. Erklärt wird dies mit der Bildung größerer Kristalle, die eine geringere Oberfläche besitzen als viele kleine.

Der Memory-Effekt lässt sich beseitigen, wenn man den Akku mehrfach mit hohem Strom entlädt und dann wieder auflädt. Mittlerweile wurde dieser Effekt ausführlich Untersucht und die Stiftung Warentest kam zu dem Ergebnis, das es ihn im Grunde genommen gar nicht gibt.

 

Wartung

Ni-Cd-Akkus müssen in der Regel kaum gewartet werden. Lediglich die Anschlusskontakte sollten hin und wieder mit einem Tuch gesäubert werden, damit der Strom ungehindert fließen kann. Wenn Kontakte grün oder schwarz anlaufen, ist er wahrscheinlich defekt (undicht). Lassen Sie ihn überprüfen und ggf. entsorgen.

Entsorgen

Cadmium ist ein Schwermetall, eines der giftigsten obendrein. Alle namhaften deutschen Akkugerätehersteller nehmen alte Akkus zurück und führen sie dem Recycling zu.


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