Tischlerlexikon
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Einführung

Handelsformen für Schnittholz

Die geschlagenen Stämme werden nach der Klassifizierung in den Sägewerken weiterverarbeitet. Je nach Art der Verwendung oder Qualität des Stammes gibt es verschiedene Möglichkeiten das Rundholz einzuschneiden. Man unterscheidet bei den Schnittarten:

Balken und Kanthölzer

Ganzholz; einstielig
Halbholz zweistielig
dreistielig
Kreuzholz vierstielig

 

Bohlen und Bretter

Rund- oder Scharfschnitt
Modellschnitt
Spiegelschnitt
Halbriftschnitt

Der Tischler liebt Bretter und Bohlen mit stehenden Jahrringen, da diese weniger arbeiten als Seitenbretter. Rahmenfriese im Möbelbau sollten aus Kern- oder Herzbretter hergestellt werden.

Merke: Seitenbretter oder Bohlen haben eine rechte und eine linke Seite. Die rechte Seite ist dem Kern zugewandt.
Die linke Seite wird auch Splintseite genannt.

In den Handel kommt das Schnittholz das nachstehende Dimensionen aufweist.

  1. Kanthölzer

    Schnitthölzer von quadratischen oder rechteckigen Querschnittseiten von min. 6 cm

     

  2. Balken

    Hölzer, deren größte Querschnittseite 20 cm und mehr beträgt.
    10/20, 10/22 (cm) usw.

     

  3. Dachlatten

    Schnitthölzer, deren Querschnittflächen nicht größer als 32 cm2 ist.

     

  4. Bretter/Bohlen

    Bretter in Dicken von 10 - 35 mm (1/2" - 5/4")

    Bohlen in Dicken von 40 - 100 mm (6/4" - 4")

Nach der DIN 4071 gelten folgende genaue Abmessungen für ungehobelte Bretter/Bohlen:

Bretter/Bohlen in mm
Bretter 10, 12, 15, 18, 20, 24, 26, 30, 32, 35
Bohlen 40, 45, 50(52), 60, 65, 70, 75, 80, 90, 100
unbesäumt besäumt
  • Baumkante bleibt
  • geringer Abfall
  • Zuschnitt ohne wenden

Beim Vollgatter ist nur ein Durchgang erforderlich

  • alle Bretter gleiche Breite
  • viel Abfall (Ausrichtung zur schmalsten Seite)
  • mindestens zwei Durchgänge beim Zuschnitt
  • teurer als unbesäumte Ware

 

Messen und Berechnen von Schnittholz

Fläche am Schnittholz = Länge x Breite (m2)
Volumen am Schnittholz = Länge x Breite x Stärke (m3)

    Die Länge ergibt sich aus dem kürzesten Abstand zwischen den beiden Hirnholzenden.

    Die Breite wird unterteilt in

    • parallel besäumt: Gemessen an beliebiger Stelle, jedoch mindestens 150 mm vom Hirnholzende entfernt.

    • konisch besäumt: Gemessen in der Mitte der Länge; auf der Seite ohne Baumkante.

    • unbesäumt: Gemessen in der Mitte der Länge; bei Brettern die Linke Seite; bei Bohlen den Mittelwert der Breitenmaße beider Seiten.

     

    Die Dickenmessung erfolgt an beliebiger Stelle, mindestens 150 mm vom Hirnholzende.

Einteilung in Güteklassen

Das Schnittholz wird in die Güteklassen I, II, III und IV eingeteilt. Die Klasse I bedeutet beste Güte. Bei der Einteilung fließen die Breiten- und Längenabmessungen mit in die Beurteilung ein.

Weiterhin wird Berücksichtigt:

  • Die Lage des Holzes im Stamm (Mittel-, Erd-, oder Zopfstück)
  • Bläue
  • Abholzigkeit
  • Drehwuchs
  • Falscher Kern
  • Äste u.s.w.

Kategoriezugehörigkeit

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